Ministerium für Industrie und Informationstechnologie: Der Stahlmarkt ist schwach, und viele Stahlunternehmen schränken die Produktion aktiv ein.

In der zweiten Jahreshälfte setzte sich das hohe Wachstum der heimischen Stahlproduktion fort, was zu einer anhaltend geringen Volatilität am Stahlmarkt führte. Der Nebensaisoneffekt war deutlich spürbar. In einigen Regionen drosselten Stahlunternehmen aktiv die Produktion und trugen so zu einem stabilen Stahlmarkt bei.

Erstens befindet sich die Rohstahlproduktion weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Von Januar bis Juli belief sich Chinas Rohstahl- und Stahlproduktion auf 473 Millionen Tonnen, 577 Millionen Tonnen bzw. 698 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 6,7 %, 9,0 % bzw. 11,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Wachstumstempo verlangsamte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr. Im Juli betrug die Produktion von Roheisen, Rohstahl und Stahl in China 68,31 Millionen Tonnen, 85,22 Millionen Tonnen bzw. 100,58 Millionen Tonnen, ein Plus von 0,6 %, 5,0 % bzw. 9,6 %. Die durchschnittliche Tagesproduktion von Rohstahl und Stahl in China lag bei 2,749 Millionen Tonnen bzw. 3,414 Millionen Tonnen, ein Rückgang von 5,8 % bzw. 4,4 %, aber immer noch auf einem relativ hohen Niveau.

Zweitens stiegen die Stahlbestände weiter an. Beeinflusst durch Faktoren wie die Jahreszeit und den Nachfragerückgang, erhöhten sich die Stahlbestände kontinuierlich. Laut Statistik des chinesischen Eisen- und Stahlverbands beliefen sich die Gesamtbestände im Juli auf 12,71 Millionen Tonnen, ein Anstieg um 520.000 Tonnen bzw. 4,3 % und um 3,24 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahresmonat, was einem Anstieg von 36,9 % entspricht.

Drittens sind die Stahlmarktpreise gesunken. Seit Mitte Juli sind die Preise für wichtige Stahlprodukte kontinuierlich gefallen. In den ersten zehn Augusttagen sanken die Preise für Betonstahl und Walzdraht deutlich. Sie lagen bei 3.883 Yuan/Tonne bzw. 4.093 Yuan/Tonne, was einem Rückgang von 126,9 Yuan/Tonne bzw. 99,7 Yuan/Tonne gegenüber Ende Juli entspricht – ein Minus von 3,2 % bzw. 2,4 %.

Viertens ist der Eisenerzpreis deutlich gesunken. Ende Juli lag der chinesische Eisenerzpreisindex (CIOPI) bei 419,5 Punkten, ein Anstieg um 21,2 Punkte gegenüber dem Vormonat bzw. 5,3 %. Im August verlangsamte sich der Preisanstieg nach dem starken Rückgang allmählich. Am 22. August lag der CIOPI bei 314,5 Punkten, ein Rückgang um 105,0 Punkte (25,0 %) gegenüber Ende Juli; der Preis für importiertes Eisenerz betrug 83,92 US-Dollar pro Tonne, ein Minus von 27,4 % gegenüber Ende Juli.

Fünftens haben einige regionale Stahlunternehmen ihre Produktion aktiv gedrosselt. In letzter Zeit haben viele Betriebe in Shandong, Shanxi, Sichuan, Shaanxi, Gansu, Xinjiang und anderen Regionen das Rohstahlangebot reduziert, die Produktion eingeschränkt und die Effizienz gesteigert. Zudem haben sie die bestehenden, hochpreisigen Lagerbestände durch Maßnahmen wie Produktionsstopps und Wartungsarbeiten abgebaut. Gemeinsam tragen sie zu stabilen Marktpreisen bei und beugen Marktrisiken wirksam vor.


Veröffentlichungsdatum: 06.10.2019
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